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Update: Leider sind aufgrund eines Bugs (shit happens) eure getippten Nationalitaeten nicht in der Datenbank gespeichert worden; nur eure Antworten auf die Fragen. Wir bitten euch deshalb, den Fragebogen nochmals zu wiederholen. Eure Antworten kennt ihr ja noch - es sollte also schnell gehen.
Sorry & Vielen Dank!

Generelle Idee

Vor ein oder zwei Monaten schlug mir Christian eine Idee von ihm vor: eine Website mit einer Umfrage zu bauen, auf der Menschen aus allen Teilen dieser Welt Fragen beantworten sollen, die eine lebensbedrohliche Situation beschreiben und einige Antwortmoeglichkeiten aufzeigen. Der Sinn dahinter ist recht einfach: wir wollten zeigen, dass alle Menschen sich so oder so aehnlich verhalten wuerden wie die Fluechtlinge, die gerade aus Laendern, in denen Krieg oder unmenschliche Systeme herrschen, fluechten.

Der Witz an der Sache: Nachdem auf der Website 10 Fragen beantwortet wurden, werden 10 Fragen-Antwort-Paare von einer anderen Person praesentiert und es soll deren Nationalitaet (korrekten Kontinent) erraten werden. Wir denken, dass die Minderheit die Nationalitaet aus den gegebenen Antworten ableiten kann. Wir hoffen hiermit verdeutlichen zu koennen, dass Menschen unterschiedlicher Nationalitaet bei lebensbedrohlichen Fragen meist der gleichen Meinung sind.

Um dies auf der Website noch zu verdeutlichen, visualisieren wir die Prozentzahl der korrekt und inkorrekt geratenen Nationalitaeten (Kontinente) in einem Chart an.

Designphase

Die Idee dahinter war also recht klar, und wir fingen damit an, auf einem Pad bei Riseup ein paar Szenarios zu entwickeln, mit den dazugehoerigen Antwortmoeglichkeiten.
Noch am selben Tag machten wir uns Gedanken, welches System wir nutzen wollen und wo wir es hosten koennen. Ich schlug Limesurvey und erstmal meinen Server vor. Gesagt, getan, wir installierten Limesurvey, kamen aber recht sehr schnell zu dem Schluss, dass das nicht das richtige Tool unserer Wahl ist. Limesurvey war zu sehr zugeschnitten auf klassische Umfragen. Unsere Idee vor dem Stellen einer Frage zunaechst die Situation ausfuehrlich zu beschreiben um Mitgefuehl zu erzeugen liess sich hiermit nicht realisieren.

Deshalb entschloss sich Christian in den Tagen darauf, das ganze selbst in Ruby-on-Rails zu bauen, und erstellte ein Repository bei GitHub. Nach einigen Tagen Coden gab es schon eine erste Version lokal, die ich austestete und schonmal sehr cool fand. Aus zeitlichen Gruenden baute Christian ein paar Wochen spaeter wieder etwas weiter und hatte recht schnell eine erste Version fertig, die zur Veroeffentlichung bereit war.

Als groesste Herausforderung dabei stellte sich heraus, dass wir keine

Wir mussten deshalb unseren Perfektionismus etwas zuegeln und einige Situationsbeschreibungen, Fragen und Antworten haetten deshalb wahrscheinlich besser formuliert werden koennen. Wir entschlossen uns dann, eine erste Version recht schnell zu veroeffentlichen (auch da zur Zeit das Fluechtlings-Thema so stark debatiert ist), und auf der Website Leute zum Mitmachen aufzurufen.

Ruby on Rails App

Da Ruby on Rails auf dem MVC (Model-View-Controller) Designmuster basiert, koennen die Einheiten, die in der App modelliert werden sollen, direkt umsetzen. Sie besteht deshalb aus den folgenden Modellen:

Zwischen diesen Modellen gibt es die folgenden Beziehungen - in Hinblick auf meinen kommenden Post - als PNG, generiert aus models.dot:

dot -Tpng models.dot -omodels.png

UML Diagram

Fuer die Templates verwenden wir Twitter Bootstrap, sodass das ganze schon direkt recht ansehnlich aussieht. Wir nutzen (wegen Einfachheit) SQLite fuer die Datenbank und die JavaScript Library Highcharts zum Visualisieren der Verteilung richtig geratener Nationalitaeten. Zu Beginn des Surveys versuchten wir im Stil von "The Stanley Parable" mit einem Erzaehler etwas Emotion zu erzeugen. Da wir keine Schriftsteller sind, ist fraglich ob uns das so gut gelungen ist ;)
Wir suchen u.a. daher nach Unterstuetzung!

Ich richtete das System auf meinem Server ein und startete - mit einem Fehler. Nachdem wir ein paar Tage nichts weiter daran gemacht haben, fanden wir den sehr dummen Bug und die Seite ging online.

"Werbung"

Wir kommunizierten das ganze auf Twitter und Facebook. Wir bekamen sofort positives Feedback, und dass die Idee

"awesome"
-- Facebook user

ist. Dennoch: Bislang hat leider kaum jemand abgestimmt. Der Erfolg unseres Projekts haengt jedoch leider davon ab, dass wir genuegend Teilnehmende haben.
Daher schreiben wir hier noch einmal etwas ausfuehrlicher darueber und hoffen, dass ein paar von euch unsere Idee cool finden und am Projekt teilnehmen bzw. es weiterverbreiten.

Links: http://tolerance.cwiwie.de oder http://tolerance.yhaupenthal.org
(demnaechst dank Let's Encrypt dann auch mit einem SSL-Zertifikat)

Danke! :)

Update: Christian hat auch einen Post darueber geschrieben.

Geschrieben: 2015-11-22, 16:18 - Tags: linux, ich, toleranz, openborders