Block > Fenstermanager

Die Auswahl unter GNU/Linux an verschiedenen Programmen ist bekanntlich riesig.

Heute schreibe ich ueber mein Weg zu minimalistischen Fenstermanagern.

Was ist ueberhaupt ein Fenstermanager?

Ein Fenstermanager (windowmanager oder wm) ist vornehmlich dafuer zustaendig den Anwenderprogrammen in einer Desktopumgebung das Verschieben, Minimieren, Vergroessern und Schliessen von Fenstern zu ermoeglichen.

Ein Fenstermanager verwaltet nur die Fenster, sonst nichts. Eine Desktopumgebung verwaltet alles drumherum, wie z.B. die automatische Einbindung von Laufwerken etc.

Quelle: Fenstermanager, Desktop

Die bekanntesten Desktopumgebungen sind GNOME, KDE, Xfce, LXDE. GNOME ist Standard bei Ubuntu, KDE bei Kubuntu und Xfce bei Xubuntu.

Ich verwende Ubuntu, also hab ich GNOME. Aber ich bin davon nicht mehr angetan. Frueher gefiel mir GNOME ganz gut, aber es ist einfach zu “fett”. Ich wollte etwas einfaches und schnelles. Also hab ich einfach mal verschiedene ausprobiert.

Zwischendurch hab ich auch noch Fluxbox, dwm und ein Fork von dwm (awesome) ausprobiert.

Kurz zusammengefasst: ich mags minimalistisch und wenn ich weiss, wie etwas funktioniert. Was ja auch der Grundgedanke der Hacker und *nixer aus den vergangenen Jahren ist. Back to the roots!

Ausserdem kann ich mit einer Gui nicht mehr gut arbeiten. Mit der Konsole ist man schneller und es geht so viel einfacher.

Eine kurze Geschichte zur Einfachheit: Frueher bei Windows hatte ich mir ein Programm geschrieben, um Bilder zu verkleinern und umzuwandeln, um sie dann in meine Website einbinden zu koennen. Also mit kleinen Vorschaubildchen. Das Programm hatte 800 SLOC (SLOC = Source Lines of Code). Ein oder zwei Jahre spaeter hab ich das ganze mit GNU/Linux in einer (!) Zeile realisieren koennen.

Ebenso ein Programm, das mir die Dateinamen umwandelt in Kleinbuchstaben. Frueher ~ 300 SLOC, heute 1, wobei man zwischen Rekursion (also man auch alle Unterordner umbenennt) oder nur die Ebene, in der man sich gerade befindet waehlen kann.

Geschrieben: 2009-03-13, 15:41 - Tags: linux, wm